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Auslandssemester Gandía Erfahrungsbericht – Leben am Mittelmeer

Mein Auslandssemester in Gandía – Studieren am Mittelmeer

Von Ina Breitenberger, einer Studierenden im Studiengang Interkulturelles Management am Campus Rothenburg

Schon während meines Studiums am Campus Rothenburg war ich mir sicher: Ich möchte raus, Abenteuer erleben und eine andere Kultur wirklich verstehen. Als ich dann die Möglichkeit bekommen habe, ein Auslandssemester an der Universität Valencia in Gandía zu verbringen, war meine Entscheidung sofort getroffen. Eine spanische Hafenstadt an der Costa Blanca, Mittelmeerluft, internationale Studierende, das klang nach dem perfekten Mix.

Und ehrlich gesagt: Es war noch besser als erwartet.

Das Wohnen hier ist schlicht ein Glücksfall

Viele von uns Erasmus-Studierenden sind zusammen in Apartments gelandet, mit zwei oder drei Mitbewohner*innen aus anderen Ländern, denen man sonst nie begegnet wäre. Und hier zeigt sich das Erste, das Deutschland nicht bieten kann: Unser Apartment hat einen eigenen Pool und einen direkten Meerblick.

Das ist im deutschen Studierendenalltag völlig undenkbar. Statt in einem möblierten Zimmer zu sitzen, sitze ich hier auf der Terrasse, schaue auf die Wellen und denke mir: „Wow, das ist mein Leben gerade.“

Der Campus – klein, praktisch, wunderschön

Der Campus Gandía ist größer als der Campus Rothenburg, aber immer noch überschaubar. Und dann die Ausstattung: Es gibt eine Cafeteria, in der es wirklich ständig etwas zu essen gibt und es schmeckt auch noch! Ein Fitnessstudio direkt auf dem Campus, Yoga-Kurse, Pilates, und noch viele weitere Sportarten. Der Campus liegt unmittelbar am Strand, und wer in die Innenstadt möchte, springt einfach in den Bus.

Sport ist hier mehr als nur ein Hobby

Ich spiele gerne Tennis und genau das ist hier ein riesiger Vorteil. Viele Apartments haben nicht nur einen Pool, sondern auch einen Tennisplatz. Und wenn der Platz im eigenen Apartment mal besetzt ist, gibt es in Gandía noch zahlreiche schöne Clubs mit vielen Plätzen. Neuerdings kann man hier auch Padel-Tennis spielen, eine moderne Variante, die immer populärer wird und ehrlich gesagt: Macht richtig Spaß!

Einige meiner neuen Freunde gehen regelmäßig tanzen – ob im Zentrum Gandías oder in einer der vielen Bars, in denen spontan Tanzgruppen für Bachata entstehen. Es gibt hier wirklich alles, was man sich als Studierende vorstellen kann.

Die Erasmus-Familie – das Beste am Auslandssemester

Und jetzt komme ich zum eigentlichen Highlight: Die Menschen, die ich hier treffe. Das Erasmus-Programm ist wie ein Versprechen – man lernt unfassbar schnell unglaublich viele Leute kennen. Und nicht nur das: Die Chemie stimmt einfach. Jeder versteht jeden, weil alle in der gleichen Situation sind. Weit weg von zu Hause, neu in einer fremden Stadt, auf Abenteuersuche.

Die Vielfalt ist beeindruckend. Einige kommen aus Deutschland, aber es sind auch viele aus anderen Ländern wie zum Beispiel Italien, den Niederlanden und Frankreich hier.  Diese Mischung macht Gandía zur internationalen Drehscheibe und plötzlich habe ich Freundinnen und Freunde aus aller Welt.

Die Wochenendtrips – Costa Blanca im Überblick

Gandía liegt wie gemacht dafür, die ganze Costa Blanca zu erkunden. Fast jedes Wochenende geht es zu anderen Städten: Valencia mit seinen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, Alicante mit seinem unglaublichen Flair, Altea mit seinen weißen Häusern, die aussehen wie aus einem Film, Calpe mit seinem ikonischen Felsen. Die Fotos hier könnte man wirklich auf Postkarten drucken. Es lohnt sich, mit offenen Augen durch die Region zu reisen und viele Fotos zu machen.

Je nachdem für welche Kurse man sich entscheidet, gibt es auch verpflichtende Exkursionen. Dann sitze ich im Bus, fahre durch Spanien und frage mich, wie glücklich ich mich eigentlich schätzen kann, hier gelandet zu sein und wie ich es je wieder verlassen soll.

Die Prüfungen – kontinuierlich statt am Ende

Jetzt aber zur Realität: Prüfungen. Und hier zeigt sich, dass Spanien einfach nicht Deutschland ist. Das System ist anders aufgebaut.

Während des Semesters gibt es verschiedene Zwischenprüfungen, die über die Monate verteilt sind. Ein Beispiel: In einem Modul könnten zwei Präsentationen je 30% zählen und zwei schriftliche Prüfungen je 20%. Das ist fair verteilt und erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit – kein „Alles-am-Ende-Lernen“, wie ich es kenne.

Wer Spanisch lernen möchte, ist hier genau richtig: Alle zwei Wochen ein argumentativer Text, dazu zwei Multiple-Choice-Prüfungen zu Grammatik und Vokabeln. Am Ende noch eine mündliche und eine schriftliche Prüfung. Perfekt, um die Sprache schnell zu meistern.

Das Positive: Die Prüfungen enden vor Weihnachten – nicht erst im Januar wie oft in Deutschland, ein echtes Plus.

Eine Entscheidung, die ich nicht bereue

Mein Auslandssemester in Gandía ist nicht nur eine akademische Station. Es ist eine Lebenserfahrung. Ich lerne nicht nur neue Inhalte in Vorlesungen, sondern auch, wie andere Menschen aus anderen Ländern die Welt sehen. Ich lerne, flexibel zu sein, mich auf Menschen einzulassen und echte Freundschaften zu schließen.

Die Universität hilft einem überall gut weiter. Und am Ende des Semesters kann ich mich glücklich schätzen, diese Entscheidung getroffen zu haben. Mein Auslandssemester in Gandía zu verbringen, war großartig und ich werde die schöne Zeit nie vergessen.

Du interessierst dich auch für ein Auslandssemester? Sprich mit dem Team vom Campus Rothenburg über deine Möglichkeiten – es warten spannende Abenteuer auf dich!

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