Wie lassen sich komplexe Technologien zukunftsfähig in Marketing und Vertrieb einsetzen? Und welche Fähigkeiten brauchen Studierende, um in einer zunehmend digitalen Arbeitswelt erfolgreich zu sein? Veronika Dickert verbindet Theorie und Praxis: Neben ihrer Tätigkeit in der Energiebranche ist sie als Dozentin am Campus Rothenburg der Hochschule Ansbach tätig.
Im Masterstudiengang Digital Marketing vermittelt sie im Modul CRM & Marketingautomatisierung praxisnahes Wissen rund um Technologien, Prozesse und Strategien an der Schnittstelle von Marketing und Sales. Im Interview gibt sie Einblicke in ihren Weg in die Lehre, ihren Berufsalltag und ihre Tipps für den Karriereeinstieg.
Wie sind Sie dazu gekommen, als Dozentin tätig zu werden?
Ich habe Carolin Durst bei einer Veranstaltung eines CRM-Anbieters getroffen und wir sind gleich angeregt ins Gespräch gekommen, wie man komplexe Strukturen/Toolings in B2B Unternehmen implementiert und erfolgreich einsetzen kann. Wir sind in Kontakt geblieben und seit drei Jahren lehre ich jetzt das Modul CRM & Marketingautomatisierung im Sommersemester.
Was begeistert Sie besonders an der Lehre?
Dass ich die Möglichkeit habe, mein Wissen an andere weiterzugeben und sie zu befähigen diese dann selbst in der Praxis einzusetzen. Auch bleibe ich so immer am Puls der Zeit mit den Themen.

Was ist Ihnen bei der Arbeit mit Studierenden besonders wichtig?
Aktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe und viele praktische, selbsterarbeitete Übungen. Natürlich kann ich viele Stunden frontal theoretische Vorlesungen geben, aber es geht darum, die Studierenden für ihr Berufsleben zukunftsfit zu machen.
Welche Fähigkeiten sollten Studierende aus Ihren Veranstaltungen unbedingt mitnehmen?
Sich ohne Vorbehalte auch mit komplexen technischen Themen auseinanderzusetzen – wie dem idealen Tech-Stack für eine Marketing- & Sales-Abteilung. Man muss nicht alles wissen, sondern wissen, wo man suchen muss und wie man sich Unterstützung durch Tools holt.
Und sich gerne auch mal außerhalb der Komfortzone bewegen: Bei der Jobsuche nach Themen filtern, die einen interessieren, und sich dann auch für kleinere B2B-Unternehmen öffnen. Als Marketer muss man nicht nur B2C-Produkte verkaufen. B2B ist oft vielfältiger und bietet hervorragende Karrierechancen.

Was machen Sie beruflich neben Ihrer Tätigkeit als Dozentin?
Ich bin Business Development und Partnership Manager bei einem Start-up in der Energieindustrie. Es ist ein Anbieter von Software für Energiemanagement.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Der Klassiker: Erst einmal ab 9 Uhr die Mails und Nachrichten der Nacht abarbeiten. Aber danach gleicht selten ein Tag dem anderen! Das Spektrum reicht von Partner-Meetings zu neuen Produkten und Go-to-Market-Strategien über die Vertragsgestaltung bis hin zur Abstimmung von PR- und Marketingkonzepten.
Neben dem Büroalltag bin ich auch viel auf internationalen Messen in Europa und den USA unterwegs – perfekt, um neue Kundensegmente zu erschließen und unser Netzwerk gezielt zu erweitern.“

Welche Tipps würden Sie Studierenden für ihren Karriereeinstieg geben?
Blickt über den Tellerrand und fordert euch ständig neu heraus! Mein Tipp für den Start: Es muss nicht direkt die bekannteste Marke im Lebenslauf sein. Kleinere Unternehmen punkten oft mit hoher Flexibilität, echter Wirksamkeit ab Tag eins und steilen Lernkurven für Einsteiger.

Was sind Ihre Hobbys bzw. wie verbringen Sie Ihre Freizeit?
Entspannt bei Kultur und Essen in der Stadt, beim Graveln in der Natur oder beim Reisen.
Welches ist Ihr Lieblingsurlaubsziel?
Ich entdecke gerne die Welt und die Natur. Ob Bikepacking am Wochenende rund um München, Städtetrips in Europa, oder andere Kulturen und Landschaften in Amerika und Asien.
Gibt es ein persönliches Motto oder eine Einstellung, die Sie geprägt hat?
Love it, change it, or leave it!



