Unser Einblick hinter die Kulissen
Wer live streamt, muss gleichzeitig unterhalten, den Chat im Blick behalten und Technik managen. Kein Wunder, dass viele Streamer*innen an ihre Grenzen stoßen.
Mit TAIN, einem KI-Bot für Twitch, durften wir im Praxisprojekt eine Lösung entwickeln, die genau hier ansetzt. Wir sind Hanna, Lianm und Celine. In unserem Praxisprojekt 2025 haben wir die Gründer*innen Jessy, Carsten und Brady bei der Entwicklung einer Marketingstrategie ihres Startups TAIN unterstützt. TAIN ist ein KI-Bot, der die Welt des Streamings verändern will.
Schon beim ersten Treffen war klar: Das wird kein gewöhnliches Projekt. TAIN ist nicht nur eine spannende Idee, sondern war für uns als Gamerinnen und Twitch-Nutzerinnen auch ein echtes Herzensthema und wir waren sofort Feuer und Flamme, ein Teil davon zu werden.
Was steckt hinter TAIN?
Wenn wir Leuten von TAIN erzählt haben, kam oft die Frage: „Was ist eigentlich Twitch?“
Stell dir vor, du stehst live vor Hunderten Menschen, die dir gleichzeitig Fragen stellen, Kommentare schreiben und Reaktionen posten und das alles in Echtzeit. Genau so fühlt sich ein Stream auf Twitch an.
Twitch ist die größte Live-Streaming-Plattform der Welt. Jeden Tag schalten dort Millionen von Zuschauer*innen ein, um anderen Menschen beim Spielen, Chatten, Musizieren oder einfach beim Teilen ihres Alltags zuzusehen.
Für Streamer*innen bedeutet das aber auch: Sie sind gleichzeitig für Unterhaltung, Technik, Moderation und Community-Aufbau verantwortlich. Das ist nicht nur stressig, sondern nimmt oft den Spaß am eigentlichen Streaming.
Hier setzt TAIN als smarter KI-Bot, der Streamer*innen den Rücken freihält, an.
- Er moderiert den Chat, damit keine toxischen Kommentare die Stimmung verderben.
- Er bringt Humor und Interaktion in den Stream, mit Memes, Reaktionen und Spielen.
- Und er liefert datengestützte Einblicke in die Community, damit Streamer:innen besser verstehen, was funktioniert.
Kurz gesagt: TAIN ist wie ein guter Freund im Stream immer da, wenn man ihn braucht.
Unsere Mission im Projekt
Uns war wichtig, dass TAIN nicht nur als Tool wahrgenommen wird, sondern als Marke mit Persönlichkeit, welche die Bedürfnisse von Streamer*innen versteht und erfüllt. Dafür haben wir den gesamten Markenaufbau von der Strategie bis zur Umsetzung gestaltet.
Wir haben:
- über 170 Twitch-Kanäle analysiert, um die perfekte Zielgruppe zu finden,
- die Konkurrenz untersucht und TAIN klar im Markt positioniert,
- eine Marketingstrategie erarbeitet, die Markenauftritt, Kommunikation und Community-Aufbau miteinander verzahnt,
- ein Markendesign entwickelt, das modern und wiedererkennbar ist,
- eine Social-Media-Strategie mit Fokus auf TikTok und Instagram erstellt,
- einen Discord-Server geplant, der Community-Aufbau spielerisch belohnt,
- und eine Beta-Strategie vorbereitet, damit die ersten Streamer*innen TAIN testen können.
Ehrlich gesagt: Es war manchmal ganz schön intensiv. Zwischen Präsentationsfolien, Logo-Entwürfen und Feedbackschleifen haben wir gelernt, wie wichtig gute Organisation und Kommunikation sind.

Der große Moment: Campus der Löwen
Das Highlight unseres Projekts war die Teilnahme am Campus der Löwen. Jessy, Carsten und Brady hatten drei Minuten Zeit, um TAIN vor einer Jury zu präsentieren. Hinter den Kulissen waren wir mindestens genauso nervös wie die drei auf der Bühne.
Und dann kam der Moment des Pitches und am Ende der Applaus: TAIN holte den 1. Platz.
Wir werden nie vergessen, wie sich in diesem Augenblick alles gelohnt hat: die langen Abende und die unzähligen Slides. Es hat uns darin bestärkt, dass unsere gemeinsame Arbeit nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch überzeugt.
Was wir mitnehmen
Für uns war das Praxisprojekt viel mehr als eine Studienleistung. Wir haben gelernt:
- wie wichtig Flexibilität ist, wenn sich Schwerpunkte verschieben. Bei TAIN etwa vom reinen Entertainment hin zu Community Insights und Datenanalyse,
- dass es nicht reicht, eine gute Idee zu haben. Sie muss auch sichtbar und verständlich präsentiert werden,
- und dass echte Zusammenarbeit auf Augenhöhe am meisten bewegt.
Ein großes Dankeschön geht an Jessy, Carsten und Brady, die uns ihr Projekt anvertraut und uns in ihre Welt des Streamings mitgenommen haben. Wir haben nicht nur viel gelernt, sondern auch jede Menge Spaß gehabt.
Danke auch an den Campus Rothenburg und die Jury des Campus der Löwen, die uns die Möglichkeit gegeben haben, unsere Arbeit auf so einer besonderen Bühne zu zeigen. Wir möchten uns insbesondere bei Prof. Dr. Alexander Piazza für die Betreuung des Praxisprojektes bedanken und dafür, dass er uns mit den richtigen Menschen vernetzt hat.

Das Praxisprojekt war eine einmalige Erfahrung. Wir konnten nicht nur unser Fachwissen anwenden, sondern haben auch echte Startup-Luft geschnuppert. Mit TAIN haben wir erlebt, wie viel Innovation und Leidenschaft in einem Projekt stecken können. Wir sind gespannt, wie es mit TAIN weitergeht und sind stolz, Teil dieses Weges gewesen zu sein.
Hanna, Lianm & Celine



