Was haben Straßenmarkierer, Förster und Arztpraxen gemeinsam?
Ganz einfach: Sie waren Teil eines wilden und kreativen Prozesses, der am Ende ein Social-Media-Format hervorgebracht hat, auf das wir heute richtig stolz sind. Aber fangen wir von vorne an.
Der Start, oder besser: die Challenge
Unsere Aufgabe: Ein kreatives Social-Media-Format für die STABILO-Kampagne „START BEGINNING“ zu entwickeln, das sich an die Gen Z richtet. Nebenbei sollten naürlich auch die Produkte in Szene gesetzt werden. Klingt erstmal machbar, oder?
Nur, dass hier nicht bloß schöne Canva-Slides gefragt waren, sondern echte Konzepte, echte Videos und vor allem: echte Ideen, die auf Kanälen mit über einer Million Follower*innen ausgespielt werden.
Und das Ganze so, dass es zur Kampagne „START BEGINNING“ passt, ein Reminder daran, dass jeder irgendwo anfängt. Oder wie es das Kampagnen-Manifest sagt:
Jedes Kunstwerk, jede Karriere beginnt mit einem Gedanken. Mit einer Linie auf Papier. Mit einem Marker, der etwas Wichtiges hervorhebt.
Herausforderung angenommen!
Schließlich hatten wir uns im Studium schon mit Strategie und Konzeption beschäftigt (Stichwort: Modul Marketingstrategie), wussten, wie man Content professionell erstellt (Stichwort: Content Creation) – und hatten sogar ein paar Kreativitätstechniken im Gepäck (Danke an Kreativ-Guru Stephan Böhme!) Also: Go for it.
Doch ziemlich schnell wurde klar: Theorie ist das Eine, echte Umsetzung das Andere. Wie bringt man eine so emotionale Kampagne wie „START BEGINNING“ mit einem simplen Produkt wie einem Stift auf TikTok oder Instagram unter, ohne dass es austauschbar oder banal wirkt?
Wir verbrachten Abende mit Brainstorming, verwarfen unzählige Ideen, entwickelten Charaktere – und standen immer wieder an dem Punkt: Irgendwie fehlt noch was. So empfand es auch unser Auftraggeber STABILO; der Anspruch war hoch, und das Feedback ehrlich.
Von der Theorie zum Reel
Wir starteten mit einer klassischen IST-Analyse: Was macht STABILO aktuell? Welche Inhalte funktionieren bei der Gen Z auf TikTok und Instagram? Welche Trends passen zu einer Marke, die Kreativität groß schreibt?
Gleichzeitig analysierten wir die Tonality, den Stil und natürlich die Produkte selbst. Schnell wurde klar: STABILO kann viel mehr als nur „bunt“. Die Marke hat Humor, Haltung und ein kreatives Selbstverständnis. Und wir wollten genau das sichtbar machen.
Das Konzept – zwischen Fineliner und Förster
Eine unserer ersten Ideen war ein POV-Trend: Typische Nutzer*innen bestimmter Stifte – zum Beistpiel der, der alles markiert; die kreative Skizzenzeichnerin; der perfekte Mitschreiber. Nett, aber noch nicht ganz „wow“.

Also gingen wir zurück an den Anfang. Und wie das bei kreativen Prozessen oft ist: Aus einem völlig banalen Gespräch entstand plötzlich eine Idee und daraus wurde Start your Passion.
Die Idee: Menschen fangen mit einem Stift an – und landen später in ihrem (Traum-)Job. Damals hast du alles im Lehrbuch markiert? Heute markierst du Staßen. Früher hast du mit deinem Nachbarn Tic-Tac-Toe gespielt? Heute malst du X und O als Försten an Bäume.
Wir wollten genau diesen Moment einfangen, in dem eine Leidenschaft ihren Anfang nimmt, ganz im Sinne von „START BEGINNING“.
Das Ergebnis
Eine kreative Videoserie mit Charaktertypen von früher und ihren Berufen heute. Mal logisch, mal absurd, mal witzig, aber immer mit einem Augenzwinkern.
Unsere geheime Rezeptur für das Format:
- Ein unvorhersehbarer Twist
- ein klarer Bezug zur Kampagne
- „Macht keinen Sinn, aber irgendwie geil“
- Möglichst viele STABILO-Produkte integriert
Vom Wald bis ins Wartezimmer – unser Drehmarathon
Drehtage im Wald, Improvisation in einer Arztpraxis, Requisitenjagd im Bekanntenkreis – wir haben alles mitgenommen, was ging. Menschen für verschiedene Rollen an Bord zu holen, war nicht immer einfach – aber genau das machte es authentisch.
Eine weitere Herausforderung bestand dabei nicht nur in der Oranisation und Umsetzung, sondern auch in der kontinuierlichen Abstimmung im Team, mit STABILO und in zahlreichen Feedback-Schleifen – aber genau das war der Prozess.
Fazit – oder: Was wir gelernt haben
- Keine Idee ist zu verrückt, um nicht ausprobiert zu werden.
- Auch mit einem „einfachen“ Produkt wie einem Stift lassen sich große Geschichten erzählen.
- Kreativität braucht Zeit – aber manchmal auch einfach nur ein bisschen Mut.
- Und: Wie man mit echten Auftraggebern professionell zusammenarbeitet.
Vi, Leon und Sabrina



