Filmabend am Campus: „Wir haben euch doch nichts getan!“ – Jüdisches Leben in Rothenburg im 20. Jahrhundert

16. Jüdische Kulturwoche Filmabend Dokumentarfilmgruppe

Im Rahmen der 16. Jüdischen Kulturwoche präsentiert die Dokumentarfilmgruppe Rothenburg den Film „Wir haben euch doch nichts getan!“ – Jüdisches Leben in Rothenburg im 20. Jahrhundert. Der 45-minütige Dokumentarfilm zeichnet anhand von Filmmaterial aus den vergangenen 35 Jahren die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rothenburg nach. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen von Rothenburger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die von ihren Begegnungen mit jüdischen Bürgerinnen und Bürgern berichten.

Der Film zeigt, wie die jüdische Bevölkerung ab 1933 zunehmend ausgegrenzt und isoliert wurde. Schließlich verkündete Kreisleiter Steinacker am 27. Oktober 1938 die endgültige Vertreibung der Jüdinnen und Juden aus Rothenburg.

Das Plakatmotiv zeigt den Rothenburger Lederwarenhändler Leopold Westheimer. Er wurde am 6. August 1933 nach dem Gottesdienst von Angehörigen des Freiwilligen Arbeitsdienstes aus einem Gasthaus geholt, verspottet und barfuß mit Schildern behängt über den Marktplatz zur Polizei und ins Gefängnis geführt. Ihm wurde der Vorwurf der sogenannten „Rassenschande“ gemacht.

Wann: Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19 Uhr
Wo: Gym am Campus Rothenburg

Der Eintritt ist frei – die Dokumentarfilmgruppe Rothenburg freut sich über Spenden.

Der Filmabend findet im Beisein von Pfarrer Dr. Oliver Gußmann statt. Im Anschluss an die Filmvorführung lädt die Dokumentarfilmgruppe zu einer offenen Diskussionsrunde ein.